Pflichten, Tätigkeiten


Allgemeine Pflichten des Zivildienstleistenden

Zu den Pflichten eines Zivildienstleistenden zählen:

  • Dienstantrittspflicht laut Vorgaben im Zuweisungsbescheid
  • Teilnahme an der Einschulung und Fortbildung
  • Gewissenhafte Verrichtung der im Rahmen des Zuweisungsbescheides angeordneten Dienstleistungen
  • Pünktliche und genaue Befolgung der dienstlichen Weisungen des Vorgesetzten
  • Einhalten der Dienstzeit
  • Meldepflichten, insbesondere bei Krankheit und Dienstverhinderung
  • Einfügen in die Gemeinschaft
  • Einhalten der Amts-, Dienst- und Betriebsgeheimnisse (Verschwiegenheitspflicht)
  • Tragen des Dienstabzeichens (der Zivildienstkarte)
  • Beziehen einer vom Rechtsträger (der Einrichtung) zugewiesenen dienstlichen Unterkunft, wenn dies die Art des Einsatzes erfordert

Ausführlichere Informationen finden Sie im PDF: Rechte und Pflichten für Zivildienstleistende (691,6 KB) 

Zur Einschulung:

Zivildienstleistende müssen vom Vorgesetzten (oder von einer dafür zuständigen Person) ausreichend über ihre Rechte und Pflichten informiert und - soweit dies für die ordnungsgemäße Dienstleistung erforderlich ist - eingeschult und fortgebildet werden. Dazu zählen Schulungen über:

  • Allgemeine Rechte und Pflichten
  • Verrichtung der Dienstleistungen
  • Dienstzeiten
  • Meldepflichten bei Erkrankung und Dienstverhinderung
  • Beantragung einer Dienstfreistellung (des Urlaubes)
  • Einfügen in die Gemeinschaft
  • Hausordnungen
  • Verschwiegenheitspflicht
  • besondere hygienische Vorschriften und Verhaltensregeln
  • Folgen von Dienstpflichtverletzungen
  • Finanzielle Angelegenheiten
  • usw.

Zivildienstleistende sind verpflichtet, an der notwendigen Einschulung, Aus- und Fortbildung teilzunehmen. Sie müssen also die Schulungen absolvieren, die für die ordnungsgemäße Dienstleistung notwendig sind. (Bei einem Zivildienst bei einer Rettungsorganisation kann dies zum Beispiel die Ausbildung zum Rettungssanitäter sein). 

Zu den Tätigkeiten:

Zivildienstleistende haben grundsätzlich Hilfsdienste unter Anleitung, Beaufsichtigung und Verantwortung des Vorgesetzten zu leisten. Die zulässigen Tätigkeiten sind im Zuweisungsbescheid angegeben.

Wenn dies im Interesse des Dienstes erforderlich ist, dürfen Zivildienstleistende kurzfristig auch nicht zu ihren Aufgaben gehörende Dienstleistungen erbringen. Aber auch diese Tätigkeiten müssen im Aufgabenbereich der Einrichtung liegen.

Die Tätigkeiten werden vom Vorgesetzten angeordnet und müssen gewissenhaft verrichtet werden. Die Befolgung einer dienstlichen Weisung darf nur dann abgelehnt werden, wenn diese von einem unzuständigen Organ erteilt wurde oder die Befolgung gegen strafgesetzliche Vorschriften verstoßen würde. Das vorsätzliche Nichtbefolgen einer Weisung ist eine Dienstpflichtverletzung, die zu einem Verwaltungsstrafverfahren führt.

Zur Verschwiegenheitspflicht:

Zivildienstleistende müssen die ihnen aufgrund der Dienstleistung bekannt gewordenen Amts-, Dienst- und Betriebsgeheimnisse bewahren. Die Verschwiegenheitspflicht besteht auch nach dem Ausscheiden aus dem Zivildienst weiter.

Einfügen in die Gemeinschaft:

Zivildienstleistende müssen sich in die Gemeinschaft, in der sie die Dienstleistung zu erbringen haben, einfügen. Sie dürfen durch ihr Verhalten das Betriebsklima nicht stören und das friedliche Zusammenleben mit anderen Beschäftigten nicht gefährden.

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Qualifizierter Einsatz mit Berufsberechtigung

Als Zivildienstleistender haben Sie grundsätzlich Hilfsdienste unter entsprechender Anleitung, Beaufsichtigung und Verantwortung des Vorgesetzten zu erbringen. Wenn Sie aber eine nachweisliche Berufsberechtigung in jenem Dienstleistungsgebiet haben, das im Anerkennungsbescheid der Zivildiensteinrichtung angegeben ist, dann ist auch ein qualifizierter Einsatz zulässig. Die Berufsberechtigung können Sie vor oder während des Zivildienstes erlangt haben.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass Sie und der Rechtsträger (die Einrichtung) mit dem qualifizierten Einsatz schriftlich einverstanden sind. Für dieses Einvernehmen gibt es das Formular Vereinbarung über den qualifizierten Einsatz (60,5 KB).

Zivildienstleistende dürfen in Krankenhäusern jedoch nicht als Turnusärzte qualifiziert eingesetzt werden, weil aufgrund des Ärztegesetzes bei Turnusärzten noch keine Berufsberechtigung vorliegt.

Auch bei einem qualifizierten Einsatz müssen die Pflichten nach dem Zivildienstgesetz eingehalten werden. Zum Beispiel die fristgerechte und korrekte Meldung von Krankenständen und die Einhaltung der Dienstzeiten wie bei allen anderen Zivildienstleistenden. Sie haben auch keinen Anspruch auf eine höhere Vergütung als andere Zivildienstleitsende und keinen Anspruch auf mehr Urlaubstage.

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Möglichst hochwertiger Einsatz

Zivildienstleistende sollen nach Maßgabe ihrer Einschulungen, Aus- und Fortbildungen möglichst hochwertig beschäftigt werden. Damit soll eine möglichst sinnvolle Gestaltung des Zivildienstes auch im Hinblick auf die Wertschätzung des erworbenen Wissens der Zivildienstleistenden gewährleistet werden.

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