Zivildienstministerin Köstinger: 2021 waren österreichweit 14.154 Zivildiener im Einsatz

Bundesministerin Elisabeth Köstinger im Interview
Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger Foto: BMLRT / Paul Gruber

Zivildienstministerin zieht positive Bilanz: Leichtes Plus bei Zuweisungen und Bedarfsdeckung – Bisher 200 Zivildiensterklärungen von Teiltauglichen

"Im Jahr 2021 waren in ganz Österreich 14.154 Zivildiener im Einsatz. Damit haben wir sowohl bei den Zuweisungen als auch bei der Bedarfsdeckung ein leichtes Plus erreicht", zieht Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger positive Bilanz. "Trotz geburtenschwacher Jahrgänge, der großen Zahl an Untauglichen und der zunehmenden alternativen Freiwilligendienste, konnte die Zivildienstserviceagentur den Bedarf zu 87,4 Prozent decken. Das ist eine Steigerung um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr", so Köstinger.  

Die 14.154 Zivildiener haben in rund 1.600 Trägerorganisationen mit rund 3.000 untergeordneten Einsatzstellen österreichweit ihren Dienst an der Gesellschaft versehen. 40 Prozent waren im Rettungswesen eingesetzt, 26,5 Prozent in der Sozial- und Behindertenhilfe, über 11 Prozent in der Altenbetreuung. Krankenhäuser, Katastrophenschutz, Kindergärten, landwirtschaftliche Betriebshilfe oder Flüchtlingseinrichtungen gehören zu den weiteren Einsatzbereichen. 

Als wichtige Maßnahme der Bundesregierung, um den geburtenschwachen Jahrgängen entgegenzuwirken, wurde 2021 die Teiltauglichkeit eingeführt. Dadurch können junge Männer mit leichten körperlichen Einschränkungen auch den Grundwehr- bzw. Zivildienst leisten. Die teiltauglichen Zivildiener werden Einrichtungen zugewiesen, bei denen sie Tätigkeiten mit geringer körperlicher Belastung ausüben, wie etwa administrative Tätigkeiten, Botendienste oder Tätigkeiten rund um die Freizeitgestaltung der Klienten. Im Jahr 2021 haben rund 200 teiltaugliche Männer eine Zivildiensterklärung abgegeben, davon wurden mehr als 70 bereits den Einrichtungen zugewiesen.

"Jeder einzelne Zivildiener leistet mit seiner Arbeit einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft. Die Österreicherinnen und Österreicher können sich auf unsere Zivildiener verlassen", hält Köstinger abschließend fest und verweist darauf, dass der Zivildienst auch ein Türöffner zum Ehrenamt ist: "Über 30 Prozent arbeiten nach dem Zivildienst als ehrenamtliche Mitarbeiter in der Einrichtung weiter. Indem wir den Zivildienst stärken, stärken wir also auch das freiwillige Engagement. Und das ist wichtig, denn das Ehrenamt ist die Seele unseres Landes."

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