Bedarf und Zuweisung

Zielscheibe

Wenn eine Einrichtung Zivildienstleistende einsetzen möchte, muss sie einen Bedarf (Zuweisungstermine und Plätze) rechtzeitig an die Zivildienstserviceagentur melden. Für Details klicken Sie bitte auf:

Bedarfsmeldung

Erstmalige Bedarfsmeldung für neu anerkannte Einrichtungen:

Sobald Ihre Einrichtung bescheidmäßig als Zivildienst-Einrichtung anerkannt wurde, können Sie eine Bedarfsmeldung (Zuweisungstermine und Plätze) für das laufende und folgende Jahr bekannt geben. Das Formular wird von der Zivildienstserviceagentur an die Einrichtung gemailt. Frist für die Bedarfsmeldung: 1 Monat ab Erhalt des Formulars. Wird kein Bedarf gemeldet, kann niemand zugewiesen werden.

Jährliche Bedarfsmeldung für bereits bestehende Einrichtungen:

Im Februar/März eines Jahres mailt die Zivildienstserviceagentur eine Aufforderung zur Bedarfsmeldung an die Einrichtung - und zwar an jene E-Mail-Adresse, die unter Suche nach Zivildienst-Stellen angegeben ist. Die Einrichtung (deren Rechtsträger) muss dann innerhalb eines Monats alle gewünschten Zuweisungstermine und Plätze für das Folgejahr bekannt geben. Die frühzeitige Meldung des gesamten Jahresbedarfs ist für die budgetäre Planung notwendig und erleichtert den Interessenten die Suche nach einem geeigneten Platz. Achtung: Wenn Sie innerhalb der Monatsfrist keinen Bedarf melden, wird im Folgejahr niemand zugewiesen.

Wichtig für alle Einrichtungen:

  • Beachten Sie unbedingt die fristgerechte Bekanntgabe des gesamten Jahresbedarfs!
  • Sie können einen gemeldeten Bedarf jederzeit reduzieren oder stornieren, solange niemand rechtskräftig zugewiesen wurde.
  • Sie können jedoch keinen zusätzlichen Bedarf nachmelden.
  • Sie können auch keine Termine oder Plätze nachträglich verschieben.
  • Wir empfehlen, Zuweisungstermine in der 2. Jahreshälfte zu wählen, weil viele Zivildienstpflichtige bis Juni in der Schule sind. Auch der Jänner ist ein beliebter Termin (bei zukünftigen Studenten).
  • Wenn Sie für einen bestimmten Zeitraum (etwa für ein Jahr) keine Zivildienstleistenden einsetzen möchten, teilen Sie dies bitte der Zivildienstserviceagentur mit.
  • Achtung: Falls eine Einrichtung 3 Jahre hintereinander gar keinen Bedarf meldet, wird sie mit Bescheid als Zivildienst-Einrichtung widerrufen. Das bedeutet, die Einrichtung darf dann keine Zivildienstleistenden mehr einsetzen. Untergeordnete Einsatzstellen sind von dieser Regelung nicht betroffen, weil der Bedarf immer für die Einrichtung zu melden ist, jedoch nicht für untergeordnete Einsatzstellen.

Die maximal zulässigen Plätze einer Einrichtung werden mit Bescheid genehmigt. Wenn Sie noch mehr Zivildienstleistende einsetzten möchten - zum Beispiel in einer neuen Einsatzstelle -, können Sie einen Antrag auf Aufstockung der Plätze einbringen. Die zuständige Behörde ist das Amt der Landesregierung. Hinweis: Bei einer bescheidmäßigen Aufstockung erhalten Einrichtungen der Kategorien 1 und 2 bei erstmaliger Belegung der neuen Plätze jedoch kein Zivildienstgeld, sondern müssen 130 Euro pro Platz/Monat für 9 Monate an den Bund überweisen.

Veröffentlichung der Zuweisungstermine und Plätze:

Die Einrichtungen, Zuweisungstermine und freie Plätze werden unter Suche nach Zivildienst-Stellen veröffentlicht. Sie können also sehen, wie viele Stellen in Ihrer Einrichtung aktuell frei sind. Es können jedoch nur die Gesamtplätze für die Einrichtung angezeigt werden, weil die Zuweisung immer zur Einrichtung erfolgt. Plätze, die bei etwaigen Einsatzstellen frei sind, können leider nicht angezeigt werden. Wenn Sie eine eigene Homepage haben, können Sie dort Ihre Einsatzstellen mit den jeweiligen Plätzen auflisten. Wir verlinken dann gerne zu Ihrer Homepage.

Wenn sich die Kontaktdaten Ihrer Einrichtung ändern, mailen Sie dies bitte an info@zivildienst.gv.at. Wenn sich der Name und die Adresse der Einrichtung oder des Rechtsträgers ändern, müssen Sie dies dem Amt der Landesregierung mitteilen. (Sie können die Mitteilung gerne in CC auch an info@zivildienst.gv.at senden.) Wenn Sie eine Änderung der Tätigkeiten der Zivildienstleistenden wünschen, oder wenn eine neue Einsatzstelle dazukommen soll, ist ein Antrag an das Amt der Landesregierung notwendig.

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Zuweisungswünsche und Vorstellungsgespräche (freiwillig, unverbindlich)

Wir empfehlen Zivildienstpflichtigen, einen Zuweisungswunsch (im Formular Zivildiensterklärung) abzugeben und zusätzlich die Wunscheinrichtungen zu kontaktieren. Bitte antworten Sie den Bewerbern, auch wenn Sie intern bereits einen anderen Kandidaten vorgesehen haben.

Wenn Sie Bewerber zu einem Gespräch einladen, klären Sie bitte folgende Fragen:

  • Aufgaben und Arbeitszeiten des Zivildienstleistenden?
    • täglich/wöchentlich, Nachtdienst, Wochenende? Dienst an Feiertagen?
    • Möchte der Bewerber nebenbei eine Ausbildung machen? Unterrichtszeiten?
  • Verpflegung?
    • Naturalverpflegung oder Verpflegungsgeld? Gibt es ärztlich bestätigte Unverträglichkeiten des Bewerbers? Religiöse Gebote? Kann die Einrichtung darauf Rücksicht nehmen?
  • Dienstort?
    • Wenn die Einrichtung mehrere Einsatzstellen hat, kann der Vorgesetzte den Zivildienstleistenden – nach dem Dienstantritt – zu einer dieser Einsatzstellen zuteilen. Die Einsatzstelle wird also vom Vorgesetzten bestimmt. Der Bewerber sollte wissen, dass er keinen Rechtsanspruch hat, in einer bestimmten Einsatzstelle eingesetzt zu werden. Informieren Sie ihn bitte auch, dass auf seinem Zuweisungsbescheid nur die Einrichtung angegeben ist – und nicht die konkrete Einsatzstelle.
  • Fahrzeit?
    • Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Auch am Abend und Wochenende, falls Dienst?
    • Die Fahrzeit mit Öffis darf zusammengerechnet nicht länger als 2 Stunden dauern, gerechnet ab der zur Wohnung nächstgelegenen Öffi-Station und Hin- und Rückfahrt zusammengerechnet. Bei einer längeren Fahrzeit müsste die Einrichtung (deren Rechtsträger) eine Unterkunft unentgeltlich zur Verfügung stellen.
  • Impfungen?
    • Sind bestimmte Impfungen erforderlich? Wenn ja, wer bezahlt diese?
  • Gibt es eine Dienstunterkunft?
  • Möchte der Bewerber demnächst übersiedeln?
    • Der Zivildienstpflichtige kann Wohnkostenbeihilfe für eine eigene Wohnung beantragen. Allerdings muss er die Wohnung bereits bei Genehmigung seines Zuweisungsbescheides (Druckdatum des Bescheides) haben oder nachweislich in Aussicht gehabt haben.
  • Urlaub?
    • Maturareise, geplante oder bereits gebuchte Reisen?
    • Schließtage der Einrichtung? Betriebsurlaub?
  • Zivildiensterklärung bereits abgegeben?
    • War der Bewerber schon bei der Stellung?
    • Hat er bereits die Zivildiensterklärung abgegeben?
  • Möchte sich der Bewerber auch bei anderen Einrichtungen bewerben?

Bitte informieren Sie den Bewerber am Ende des Gesprächs, ob Sie ihn bei der Zivildienstserviceagentur anfordern. Damit er bei einer Absage noch eine andere Stelle finden kann.

Icon Vereinbarung

Anforderung von Wunschkandidaten und Zuweisung zur Einrichtung

Sobald Sie einen Bedarf gemeldet haben, kann die Zivildienstserviceagentur jederzeit (!) Personen zuweisen. Dabei wird versucht, Wünsche der Einrichtungen und der Zivildienstpflichtigen möglichst zu berücksichtigen. Es gibt jedoch keinen Rechtsanspruch auf eine wunschgemäße Zuweisung.

Wenn Sie Wunschkandidaten anfordern möchten, verwenden Sie dafür bitte das Formular Anforderung eines Wunschkandidaten (siehe unten). Wenn Sie mehrere Einsatzstellen haben, klären Sie bitte intern, wer Wunschkandidaten für alle Dienststellen anfordern darf, damit es zu keinen irrtümlichen Mehrfach-Anforderungen kommt. (Es sollte ausschließlich eine Person Wunschkandidaten anfordern.)

Fordern Sie Wunschkandidaten so früh wie möglich – und mindestens 4 Monate vor dem Dienstantrittstermin – an. Das ist wichtig, weil die Zivildienstserviceagentur ab 4 Monaten vor dem Dienstantrittstermin freie Stellen (soweit möglich) amtswegig befüllt - also ohne Rücksprache mit der Einrichtung. Ein Umtausch von bereits zugewiesenen Personen ist nicht möglich.

Die rasche Meldung von Wunschkandidaten ist auch wichtig, damit die Stellen auch nicht mehr auf der Homepage angezeigt werden. Sonst würden sich Interessenten vergebens bewerben.

Nur dann, wenn die Zivildienstserviceagentur aus Mangel an geeigneten Kandidaten nicht alle Stellen befüllen kann, können Sie auch kurzfristig und bis spätestens 3 Werktage vor dem Dienstantrittstermin Wunschkandidaten anfordern. Ab 6 Wochen vor dem Dienstantritt muss der Bewerber mit der kurzfristigen Zuweisung schriftlich einverstanden sein. 3 Werktage vor dem Dienstantrittstermin endet jede Möglichkeit für eine Zuweisung.

Beachten Sie bitte, ob der Zivildienstleistende die Einrichtung mit öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb von 2 Stunden (Fahrzeit für Hin- und Rückfahrt zusammen) vom Wohnsitz aus erreichen kann.

Wenn Sie keine weiteren Bewerbungen erhalten möchten,

teilen Sie dies unbedingt Ihrem Zuweisungsreferenten mit (info@zivildienst.gv.at). Dies kann etwa dann der Fall sein, wenn Sie intern bereits einen Bewerber vorgesehen haben, dieser aber noch keine Zivildienstzahl hat und deshalb noch nicht angefordert werden kann. Teilen Sie dem Zuweisungsreferenten auch mit, wenn ein Termin – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr auf dieser Homepage aufscheinen soll.

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Icon Zustellung Bescheid

Zuweisungs-Listen an Einrichtung

Etwa 6 Wochen vor dem Dienstantritt schickt die Zivildienstserviceagentur Zuweisungs-Listen mit Angaben zu den zugewiesenen Zivildienstpflichtigen an die Einrichtung. Eine frühere schriftliche Information ist wegen allfälliger kurzfristiger Ausfälle leider nicht möglich.

Versetzung zu einer anderen Einrichtung

Ein Zivildienstleistender kann von einer Einrichtung zu einer anderen Einrichtung versetzt werden. Dafür ist jedoch ein Bescheid der Zivildienstserviceagentur notwendig. Eine Versetzung ist nur dann möglich,

  • wenn die Einrichtung keinen Bedarf mehr an seinen Dienstleistungen hat,
  • wenn er geistig oder körperlich nicht mehr für die bisherige Dienstleistung geeignet ist
  • wenn die Zivildiensteinrichtung mit Bescheid widerrufen wurde,
  • wenn die Einrichtung von einem Streik oder einer Aussperrung betroffen ist,
  • oder wenn den Interessen des Zivildienstes durch die Dienstleistung bei einer anderen Einrichtung besser entsprochen wird.

Wenn Sie einen Zivildienstleistenden im begründeten Fall zu einer anderen Einrichtung versetzen lassen möchten, können Sie ein Ansuchen auf Versetzung bei der Zivildienstserviceagentur einbringen. Auch der Zivildienstleistende kann einen Antrag einbringen. Wichtig ist, dass der Zivildienstleistende, seine bisherige Einrichtung und die neue Einrichtung mit der Versetzung einverstanden sind (Unterschriften im Versetzungsantrag).

Bei einer Versetzung zu einer anderen Einrichtung bleibt für den Zivildienstleistenden das Datum des Zivildienst-Beginns und Zivildienst-Endes gleich.

Wenn ein Zivildienstleisender versetzt wird, muss die neue Einrichtung erfahren, wie viele Tage er im Krankenstand war und wie viele Urlaubstage er konsumiert hat. Senden Sie deshalb bitte das Formular Krankmeldungen und Urlaubsmeldung an die Zivildienstserviceagentur – und zwar innerhalb 1 Woche nach dem letzten Arbeitstag des Zivildienstleistenden in Ihrer Einrichtung. Bis dahin sollte klar sein, wie viele Krankenstands- und Urlaubstage er bereits hatte.

Versetzungsliste

Die Versetzungsliste enthält frei gebliebene oder wieder frei gewordene Plätze. Etwa weil ein Zivildienstpflichtiger ausgefallen ist oder krankheitsbedingt vorzeitig den Dienst beendet hat. Wenn ein Zivildienstleistender versetzt werden möchten, kann er in der Versetzungsliste nach Plätzen suchen.

Für den Antrag auf Versetzung und die Versetzungsliste klicken Sie bitte auf Versetzung zu einer anderen Einrichtung.

Kurzfristige Überschreitung der maximalen Plätze

Eine Einrichtung darf nur so viele Zivildienstleistende gleichzeitig einsetzen, wie im Bescheid der Einrichtung maximal genehmigt sind. In besonderen Ausnahmefällen kann das maximale Platzkontingent jedoch um 1 oder 2 Plätze für höchstens 2 Monate überschritten werden. Der Vorteil ist, dass Zivildienstleistende mit Restdienstzeiten (etwa nach einer vorzeitigen Entlassung aus gesundheitlichen Gründen) wieder zu Ihrer Einrichtung zugewiesen werden können, ohne dass dies negative Auswirkungen auf andere Termine hat. Voraussetzungen:

Sie brauchen nur einmal einen Antrag auf Genehmigung von 1 oder 2 Überschreitungsplätzen (siehe Formulare oder ganz unten auf dieser Seite) an den Landeshauptmann zu senden. Wenn ein Überschreitungsplatz genehmigt wird, können Sie diesen für jeden berechtigen Anlassfall verwenden. Die Überschreitungsplätze dürfen aber nicht ununterbrochen besetzt werden, sondern nur in Ausnahmefällen und nach Rücksprache zwischen Zivildienstserviceagentur und Einrichtung.

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Icon Formulare 3

Wenn sich Einrichtungsdaten ändern

Wenn sich der Name, Kontakt oder die Anschrift der Einrichtung ändern, muss dies den zuständigen Behörden mitgeteilt werden. Bei einer Änderung der Tätigkeiten, Plätze, oder wenn Zivildienstleisende in neuen Dienststellen eingesetzt werden sollen, verwenden Sie bitte folgende Formulare: