Unvermeidbare Ereignisse: Wenn Sie nicht zum Dienst kommen können

Icon unvorhergesehene Dienstverhinderung

Wenn Sie während des Zivildienstes aus wichtigen, nicht krankheitsbedingten Gründen nicht in der Lage sind, Ihren Dienst zu leisten, müssen Sie die maßgeblichen Gründe unverzüglich Ihrem Vorgesetzten oder der dafür zuständigen Person mitteilen. Den Grund der Verhinderung müssen Sie dabei glaubhaft machen.

Als Entschuldigungsgründe gelten nur solche Ereignisse, die für Sie unvorhersehbar und unabwendbar waren und die Dienstabwesenheit unvermeidbar gemacht haben. In Frage kommen beispielsweise:

  • Naturereignisse wie Schneeverwehungen, Lawinenabgänge, Hochwasser
  • Verkehrsunfälle, in die Sie verwickelt wurden
  • dringend notwendige Hilfeleistungen bei Unfällen oder Notfällen
  • Arzttermine oder Behördenwege, wenn diese nicht außerhalb der Dienstzeit möglich waren

Wenn Sie die Dienstverhinderung nicht melden, also unentschuldigt dem Dienst fern sind, begehen Sie eine Dienstpflichtverletzung. Dafür werden Sie bei der Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt (Verwaltungsstrafe!). Weiters riskieren Sie, dass die unentschuldigte Dienstabwesenheit nicht in den Zivildienst eingerechnet wird. Das bedeutet, dass Sie für diese Tage keine finanziellen Ansprüche haben, nicht sozialversichert sind und bereits erhaltene Vergütungen zurückzahlen müssen. Nicht eingerechnete Tage werden außerdem in der Zivildienstbescheinigung vermerkt.

Wenn Sie krank sind, informieren Sie sich bitte unter Krankenstand über die Meldepflichten bei einer Erkrankung.

Ich habe einen Absonderungsbescheid erhalten. Was ist zu tun?

Drei Zivildiener des Österreichischen Roten Kreuzes Vorarlberg beim Anlegen von Schutzkleidung
Foto: ÖRK, LV Vorarlberg, Christoph Winder

Wenn Sie einen Absonderungsbescheid erhalten haben (bzw. wenn eine behördliche Quarantäne verhängt wurde), müssen Sie dies umgehend Ihrer Einrichtung melden und den Absonderungsbescheid an die Einrichtung übermitteln.

Wenn Sie negativ auf COVID-19 getestet wurden, sind Sie für den Zeitraum, der im Absonderungsbescheid angeführt wird, dem Dienst entschuldigt fern.

Wenn Sie positiv auf COVID-19 getestet wurden, gelten Sie als dienstunfähig und die Tage ab Beginn Ihrer Dienstabwesenheit werden in die 24-Krankenstandstage-Frist des § 19a Zivildienstgesetz eingerechnet.

Falls Sie in Summe 24 Tage krank (aus gesundheitlichen Gründen dienstunfähig) sind, sind Sie mit Ablauf des 24. Tages vorzeitig aus dem Zivildienst entlassen. Ausnahme: Wenn eine Corona-Ansteckung nachweislich auf die Zivildienstleistung zurückzuführen ist, werden die entsprechenden Krankenstandstage nicht in die 24-Tage-Summe eingerechnet (außer, Sie sind mit einer Einrechnung einverstanden). Sie sind jedoch verpflichtet, eine Gesundheitsschädigung, die auf den Zivildienst zurückzuführen ist, unverzüglich Ihrem Vorgesetzten zu melden.