Finanzielles für Einrichtungen

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Die Kosten für den Einsatz eines Zivildienstleistenden hängen (unter anderem) davon ab, in welcher Dienstleistungssparte eine Einrichtung anerkannt ist und ob die Einrichtung von einer Gebietskörperschaft (Bund, Land, Gemeinde) finanziell, wirtschaftlich oder organisatorisch beherrscht wird.

Wenn eine Einrichtung beispielsweise in der Sparte Sozialhilfe, Behindertenhilfe, Altenbetreuung oder Flüchtlingsbetreuung anerkannt ist und nicht von einer Gebietskörperschaft beherrscht wird, ist mit Kosten von rund 500 Euro pro Zivildienstleistendem/Monat zu rechnen. Für Einrichtungen in den Sparten Kinderbetreuung, Jugendarbeit, Umweltschutz und für alle Einrichtungen, die von einer Gebietskörperschaft​​​ beherrscht werden, entstehen Kosten von rund 1.000 Euro pro Zivildienstleistendem/Monat.

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Kostenübersicht

Die Einrichtung entrichtet:

  • an Zivildienstleistende:
    • Grundvergütung: 351,70 Euro pro Monat (Stand 01.01.2021)
    • angemessene Verpflegung: Naturalverpflegung oder Verpflegungsgeld
    • nur wenn erforderlich: Dienstkleidung, Unterbringung am Dienstort, Fahrtkostenersatz für dienstliche Fahren
  • an die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK):
    • Sozialversicherungsbeitrag: 102,32 Euro pro Zivildienstleistendem/Monat (Stand 1.1.2021)
  • an den Bund:
    • Vergütung von 130 Euro pro Zivildienstleistendem/Monat, jedoch nur, wenn die Einrichtung der Kategorie 3 zugeordnet ist;

Die Zivildienstserviceagentur entrichtet:

  • an Zivildienstleistende:
    • Fahrtkostenersatz für öffentliche Verkehrsmittel für die Strecke Wohnort-Dienstort
    • Nur auf Antrag und wenn Anspruch: Wohnkostenbeihilfe, Familien-/Partnerunterhalt
  • an Einrichtungen:
    • Zivildienstgeld an Einrichtungen der Kategorie 1: 600 Euro pro Zivildiener und Monat
    • Zivildienstgeld an Einrichtungen der Kategorie 2: 410 Euro pro Zivildiener und Monat

Diese Angaben beziehen sich auf den ordentlichen Zivildienst. Davon zu unterscheiden ist der außerordentliche Zivildienst, zu dem Zivildienstleistende bei Elementarereignissen, Unglücksfüllen außergewöhnlichen Umganges und außerordentlichen Notständen zugewiesen werden können. Derzeit gibt es keinen außerordentlichen Zivildienst.

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Grundvergütung für Zivildienstleistende

Die Grundvergütung beträgt 351,70 Euro pro Zivildienstleistendem und Monat (Stand 01.01.2021). Diese muss von Ihnen (der Einrichtung oder deren Rechtsträger) bis zum 15. des Monats an den Zivildienstleistenden ausgezahlt werden. Die Grundvergütung unterliegt nicht der Einkommenssteuer.

Der Zivildienstleistende erhält die Grundvergütung ab dem 1. Tag des Zivildienstes – auch dann, wenn der Dienstantrittstag der 2. bis 5. Tag des Monats ist. (Der Zivildienst beginnt am 1. Kalendertag des Monats. Wenn dieser ein Freitag, Samstag, Sonn- oder Feiertag ist, erfolgt der Dienstantritt erst am nächsten Werktag.) Das genaue Dienstantritts-Datum finden Sie in den Zuweisungs-Listen.

Wenn der Zivildienstleistende zu Dienstbeginn krank ist, erhält er die Grundvergütung trotzdem bereits ab dem ersten Tag des Zivildienstes.

Aber: Wenn der Zivildienst aus gesundheitlichen oder disziplinären Gründen vor dem Monatsletzten beendet wird (das Enddatum gibt die Zivildienstserviceagentur bekannt), kann für die betreffenden Kalendertage je ein Dreißigstel von der Grundvergütung abgezogen werden.

Zivildienstleistende erhalten keinen Lohnzettel. Falls ein Zivildienstleistender eine Bestätigung über die erhaltenen Bezüge benötigt, stellen Sie ihm bitte eine Bezugsbestätigung mit Angaben zur Grundvergütung und zum Verpflegungsgeld aus.

Die Höhe der Grundvergütung ist an die Beamtengehälter gekoppelt. Falls sich der Betrag mit dem Jahreswechsel ändert, informiert die Zivildienstserviceagentur die Einrichtung per E-Mail.

Folgendes gilt nur bei einem außerordentlichen Zivildienst: Wenn der Zivildienstleistende – infolge von Elementarereignissen oder außerordentlichen Notständen – unmittelbar nach Ende seines ordentlichen Zivildienstes zu einem außerordentlichen Zivildienst gemäß § 8a Abs. 6 ZDG zugewiesen wird, muss die Einrichtung (deren Rechtsträger) während des Verlängerungszeitraums zusätzlich einen Zuschlag zur Grundvergütung in Höhe von 192,70 Euro pro Monat an den Zivildienstleistenden entrichten (Stand 01.01.2021). Derzeit gibt es keinen außerordentlichen Zivildienst. Deshalb haben die Zivildienstleistenden aktuell keinen Anspruch auf den Zuschlag zur Grundvergütung.

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Angemessene Verpflegung

Während des Zivildienstes muss die Einrichtung dem Zivildienstleistenden eine angemessene Verpflegung zur Verfügung stellen. Und zwar in Form von Naturalverpflegung. Wenn diese nicht oder nur teilweise möglich ist, müssen Sie ein Verpflegungsgeld gemäß der Verpflegungsverordnung berechnen und an den Zivildienstleistenden auszahlen.

Der Zivildienstleistende hat jeden Tag Anspruch auf Verpflegung. Also auch an dienstfreien Tagen (Wochenende, Urlaub) und an Krankenstandstagen, an denen er nicht durch einen Kranken- oder Unfallversicherungsträger verpflegt wird.

Wenn der Zivildienst am 1. eines Monats beginnt, der Dienstantritt aber erst zwischen 2. bis 5. Tag des Monats erfolgt (weil der 1. Kalendertag ein Freitag, Samstag, Sonn- oder Feiertag ist), erhält der Zivildienstleistende das Verpflegungsgeld trotzdem ab dem 1. Tag des Monats, weil der Zivildienst mit dem 1. Tag des Monats beginnt.

1. Naturalverpflegung

Die Naturalverpflegung besteht aus einem angemessenen Frühstück, einer warmen Hauptmahlzeit und einer weiteren Mahlzeit. Die warme Hauptmahlzeit kann zu Mittag oder am Abend zur Verfügung gestellt werden. Außerdem sind ärztliche Anordnungen und religiöse Gebote zu beachten. Für ärztliche Anordnungen können Sie eine Arztbestätigung verlangen.

Die Naturalverpflegung kann in der Einrichtung selbst, in einer Kantine, im Gasthaus, in Form von Essensgutscheinen oder angemessenen Lunchpaketen erfolgen. Dem Zivildienstleistenden dürfen dafür keine Kosten entstehen.

Wichtig ist, dass die Naturalverpflegung auch angemessen ist. Nicht angemessen ist, wenn der Dienst beispielsweise um 16 Uhr endet, der Zivildienstleistende jedoch noch bis 18 Uhr auf das Abendessen in der Einrichtung warten müsste. In diesem Fall muss der Zivildienstleistende ein Verpflegungsgeld oder gegebenenfalls ein Lunchpaket für das Abendessen erhalten.

Die Zivildienstserviceagentur sieht es als nicht angemessen an, wenn vom Zivildienstleistenden verlangt wird, dass er an seinem freien Tag in die Einrichtung fahren müsste, um dort das Essen einzunehmen.

2. Verpflegungsgeld

a) Für jeden Tag, an dem der Zivildienstleistende keine Naturalverpflegung erhält - also auch für dienstfreie Tage und Krankenstandstage ohne Naturalverpflegung - müssen Sie ihm täglich 16 Euro auszahlen. Davon sind folgende Abzüge zulässig:

  • 15% Abzug (2,40 Euro), wenn der Zivildienstleistende seinen Dienst an einem gleich bleibenden Dienstort verrichtet, das heißt, wenn Dienstbeginn und Dienstende in der gleichen Ortsgemeinde sind, 
  • bis zu 10% Abzug (bis zu 1,60 Euro), wenn die Tätigkeit mit überwiegend geringer körperlicher Belastung verbunden ist, wie etwa bei der Betreuung von Asylwerbern und Flüchtlingen oder in der Vorsorge für die öffentliche Sicherheit und Sicherheit im Straßenverkehr, 
  • 10% Abzug (1,60 Euro), wenn eine entsprechende Kochgelegenheit mit zumindest Herd, Backrohr (Mikrowellenherd) und getrenntem Kühlschrank und Gefrierschrank zur Verfügung steht. Ein Kühlschrank mit integriertem Gefrierfach erfüllt gemäß Verwaltungsgerichtshof nicht die notwendigen Voraussetzungen. Um diesen Abzug vornehmen zu können, muss ein in der Funktion vom Kühlschrank getrennter Gefrierschrank vorhanden sein.
  • Sie können als Zeichen der Anerkennung auch auf gerechtfertigte Abzüge verzichten.

b) Wenn die Naturalverpflegung nur teilweise möglich ist (zum Beispiel nur warmes Mittagessen, aber kein Frühstück, kein Abendessen), wird berechnet:

täglich 16 Euro minus allfälliger oben genannter Abzüge, das sind:

  • 15% Abzug (2,40 Euro) für einen gleichbleibenden Dienstort
  • bis zu 10% Abzug (bis zu 1,60 Euro) für eine geringe körperliche Belastung
  • 10% Abzug (1,60 Euro) für entsprechend ausgestattete Kochgelegenheit

und von dem so berechneten Betrag sind dann abzugelten:

  • 20% für das Frühstück, 
  • 50% für die warme Hauptmahlzeit und 
  • 30% für die weitere Mahlzeit.

c) Wenn Sie Naturalverpflegung zur Verfügung stellen, der Zivildienstleistende diese mit Ihrer Zustimmung aber nicht konsumiert,

  • dann müssen Sie ihm die durchschnittlichen Kosten, die Ihnen für diese Mahlzeiten entstehen, auszahlen. Der Gesamtbetrag darf 4 Euro pro Tag nicht unterschreiten. Für dienstfreie Tage gebührt ihm jener Betrag wie unter Punkt a) beschrieben.

Download Kostenrechner mit Verpflegungsgeld-Berechnung:

Kranken- und Unfallversicherung

Zivildienstleistende und ihre mitversicherten Angehörigen werden nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) kranken- und unfallversichert. Sie sind von der Service-Gebühr für die e-card und von der Rezeptgebühr befreit.

Der Zivildienstleistende wird bei der Gesundheitskasse (ÖGK) in dem Bundesland versichert, in dem er seinen Hauptwohnsitz hat. Das Beitragskonto wird von der Zivildienstserviceagentur beantragt. Die An- und Abmeldung bei der ÖGK führt die Zivildienstserviceagentur durch.

Der Kranken- und Unfallversicherungsbeitrag von 102,32 Euro (Stand 01.01.2021) pro Zivildienstleistendem und Monat muss jedoch von Ihnen (der Einrichtung/dem Rechtsträger) an die ÖGK überwiesen werden. (Beitragsgrundlage 2021: täglich 42,01 Euro; monatlich 1.260,30 Euro; Beitragssatz: 7,65%; Unfallversicherungsbeitrag für Zivildienstleistende: monatlich 5,91 Euro; Beschäftigtengruppe für Zivildienstleistende B902)

Am letzten Tag des Zivildienstes meldet die Zivildienstserviceagentur den Zivildienstleistenden bei der ÖGK ab. Ab dann muss er selbst dafür sorgen, dass er durch seinen früheren oder neuen Arbeitgeber wieder versichert wird. Bei einer Mitversicherung (zum Beispiel bei den Eltern) muss er die Gesundheitskasse über die notwendige Mitversicherung unmittelbar selbst verständigen.

Anmerkung: Falls der Zivildienstleistende vor Beginn seines Zivildienstes eine Selbstversicherung (etwa bei der SVS) hatte, und diese während des Zivildienstes beenden möchte, muss er selbst eine Abmeldung veranlassen. Die Zivildienstserviceagentur hat keine Informationen über Sozialversicherungen außerhalb des Zivildienstes und führt keine Abmeldungen zu früheren Arbeitsverhältnissen durch. (Die Zivildienstserviceagentur führt nur die An- und Abmeldung  bei der ÖGK mit Beginn und Ende des Zivildienstes durch.) Wenn der Zivildienstleistende Fragen zur Sozialversicherung hat, sollte er den entsprechenden Sozialversicherungsträger (etwa Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen) kontaktieren.

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Zivildienstgeld vom Bund oder Vergütung an den Bund

Im Anerkennungsbescheid einer Einrichtung sind das Dienstleistungsgebiet und die Kategorie angegeben (die Zuordnung zu § 28 Abs. 2, 3 und 4 ZDG). Davon hängt ab, ob die Einrichtung ein Zivildienstgeld vom Bund erhält oder eine Vergütung an den Bund leisten muss. Wenn Sie Fragen zur Kategorie haben, geben das Amt der Landesregierung und die Zivildienstserviceagentur gerne Auskunft.

Beträge pro Zivildienstleistendem/Monat, wenn die Einrichtung in folgender Sparte anerkannt ist:

Kategorie 1
Einrichtung erhält
600 Euro vom Bund
Kategorie 2
Einrichtung erhält
410 Euro vom Bund
Kategorie 3
Einrichtung zahlt
130 Euro an Bund
  • Rettungswesen
  • Katastrophenschutz, Zivilschutz
  • Sozialhilfe
  • Behindertenhilfe
  • Altenbetreuung
  • Krankenbetreuung (außerhalb Krankenanstalten)
  • Betreuung Drogenabhängiger
  • Flüchtlingsbetreuung
  • Krankenanstalten
  • Gesundheitsvorsorge
  • Justizanstalten
  • Inländische Gedenkstätten
  • Öffentliche Sicherheit,
    Sicherheit im Straßenverkehr
  • Zivile Landesverteidigung
  • Umweltschutz
  • Jugendarbeit
  • Kinderbetreuung
  • Integration oder Beratung Fremder
ausgenommen sowie
es handelt sich um eine Einrichtung einer Gebietskörperschaft (Bund, Land, Gemeinde) oder eines Rechtsträgers, den eine Gebietskörperschaft durch finanzielle, wirtschaftliche oder organisatorische Maßnahmen beherrscht. Als solche Beherrschung gilt nicht, wenn der Rechtsträger die Dienstleistung – ohne sonst an die Gebietskörperschaft gebunden zu sein – für diese aufgrund eines Vertrages erbringt. alle Einrichtungen einer Gebietskörperschaft (Bund, Land, Gemeinde) oder eines Rechtsträgers, den eine Gebietskörperschaft durch finanzielle, wirtschaftliche oder organisatorische Maßnahmen beherrscht. Als solche Beherrschung gilt nicht, wenn der Rechtsträger die Dienstleistung – ohne sonst an die Gebietskörperschaft gebunden zu sein – für diese aufgrund eines Vertrages erbringt.

Für alle Einrichtungen

Wird der Zivildienst nur während Bruchteilen eines Monats geleistet, so gebührt für jeden Kalendertag ein Dreißigstel der genannten Beträge.

Nur für Einrichtungen der Kategorie 3

Die Einrichtung (deren Rechtsträger) muss 130 Euro pro Zivildienstleistendem/Monat auf folgendes Konto überweisen:

Lautend auf: Zivildienstserviceagentur
IBAN: AT75 0100 0000 0506 0090
BIC: BUNDATWW
UID: ATU 376 32 905
Frist: Überweisung bis Ende des laufenden Monats, spätestens am Monatsletzten;
Bitte geben Sie bei der Überweisung Ihre 5-stellige Einrichtungszahl an, damit die Zahlung zugeordnet werden kann.

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Fahrtkostenersatz, ÖBB Österreichcard Zivildienst

1.) Fahrtkostenantrag 1 für tägliche Fahrten zwischen Wohn- und Dienstort

Die Zivildienstserviceagentur ersetzt dem Zivildienstleistenden - auf Antrag - die Fahrtkosten für die Strecke Wohnort-Dienstort mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Bitte händigen Sie ihm deshalb bei Dienstbeginn den Fahrtkostenantrag 1 aus. Wir können Fahrtkosten nur auf Antrag ersetzen! Die Monatsnetzkarte braucht dem Antrag nicht beigelegt zu werden.

Für die kostenlose Benützung des ÖBB-Bahnnetzes kann der Zivildienstleistende die ÖSTERREICHCARD Zivildienst bestellen. Deshalb werden ÖBB-Bahntickets nicht zusätzlich ersetzt.

Wenn für eine Reise verschiedene Massenbeförderungsmittel in Frage kommen, ist das zeit- und kostenmäßig Günstigste zu benützen. Für Strecken, auf denen der Zivildienstleistende – aus welchen Gründen auch immer – zur freien Fahrt mit dem benützten Verkehrsmittel berechtigt sind, gebührt keine Vergütung. Kosten, die durch die Benützung eines PKWs entstehen, werden nicht erstattet!

2.) Fahrtkostenantrag 2 bei Dienstunterkunft am Dienstort

Wenn die tägliche fahrplanmäßige Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Wohn- und Dienstort mehr als 2 Stunden beträgt (gerechnet ab der zur Wohnung nächstgelegenen Öffi-Station und Hin- und Rückfahrt zusammengezählt), müssen Sie dem Zivildienstleistenden eine Unterbringung kostenlos zur Verfügung stellen.

Die Zivildienstserviceagentur ersetzt dem Zivildienstleistenden dann 4 einfache Fahrten pro Monat für die Fahrten zwischen Wohnort und Dienstort. Bitte händigen Sie ihm dafür den Fahrtkostenantrag 2 aus. Die benutzten Tickets sind bei der Zivildienstserviceagentur gemeinsam mit dem Antrag vorzulegen. Ausnahme: Wenn keine öffentliche Verkehrsverbindung möglich ist und die Einrichtung dies auf dem Antrag bestätigt, wird dem Zivildienstleistenden der fiktive Fahrpreis ersetzt.

3.) Kostenlose ÖBB ÖSTERREICHCARD Zivildienst

Mit der kostenlosen ÖBB ÖSTERREICHCARD Zivildienst können Zivildienstleistende während des Zivildienstes – und auch in der Freizeit – in ganz Österreich kostenlos das ÖBB-Bahnnetz nutzen. Den Bestellschein für die ÖBB-Karte kann sich der Zivildienstleistende selbst auf der ÖBB-Homepage herunterladen.

4.) Fahrten im Auftrag der Einrichtung,

wie Botenfahrten oder Fahrten für Einschulungen, müssen von der Einrichtung ersetzt werden.

Fahrtkostenanträge:

Unterbringung am Dienstort

Eine Unterbringung am Dienstort müssen Sie dem Zivildienstleistenden nur dann kostenlos zur Verfügung stellen,

  • wenn die tägliche fahrplanmäßige Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln für die Strecke Wohnort - Dienstort mehr als 2 Stunden beträgt (gerechnet von der zur Wohnung nächstgelegenen Öffi-Station und Hin- und Rückfahrt zusammengezählt), oder
  • wenn die Art der Dienstleistung oder die Art des Einsatzes dies erfordert.

Die Unterkunft ist in diesen Fällen unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Die Ausstattung der Unterkunft ist im Zivildienstgesetz nicht detailliert beschrieben. Nach Ansicht des Verwaltungsgerichtshofes gilt als Maßstab für die Beschaffenheit der Unterkunft das Niveau der Unterkünfte in Kasernen.

Der Zivildienstleistende ist verpflichtet, eine von Ihnen zugewiesene dienstliche Unterkunft zu beziehen, wenn dies die Art des Einsatzes erfordert. Sie können (bei Bedarf) die dienstliche Weisung zum Beziehen einer Unterkunft schriftlich erteilen und vom Zivildienstleistenden unterzeichnen lassen.

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Dienstkleidung, wenn erforderlich

Soweit es die Art der Dienstleistung oder des Einsatzes erfordert, müssen Sie dem Zivildienstleistenden die erforderliche Bekleidung (Uniform, Bekleidung nach besonderen Kleidervorschriften) und jedenfalls auch deren Reinigung unentgeltlich zur Verfügung stellen. Für die Reinigung privater Kleidung muss der Zivildienstleistende selbst aufkommen.

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Allfällige Einschulungs- und Ausbildungskosten

Der Zivildienstleistende muss bei Dienstantritt von Ihnen (von der dafür zuständigen Person) ausreichend über seine Rechte und Pflichten unterrichtet und in die Hilfstätigkeiten eingeschult werden. Falls Ausbildungskosten (etwa für einen Erste-Hilfe-Kurs) entstehen, müssen diese von Ihnen getragen werden.

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Wohnkostenbeihilfe, Familien-/Partnerunterhalt

Zivildienstleistende können Wohnkostenbeihilfe und Familien-/Partnerunterhalt beantragen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die entsprechenden Anträge schickt die Zivildienstserviceagentur gemeinsam mit dem Zuweisungsbescheid an den Zivildienstpflichtigen. Der Betrag wird von der Zivildienstserviceagentur an den Zivildienstleistenden ausbezahlt.

Bitte machen Sie den Zivildienstpflichtigen schon bei einem etwaigen Vorstellungsgespräch auf die Möglichkeit aufmerksam, diese Beihilfen zu beantragen. Es ist wichtig, dass er dabei bestimmte Fristen einhält.

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Zu Unrecht erhaltene Bezüge (Übergenüsse)

Wenn der Zivildienstleistende zu Unrecht Bezüge (Übergenüsse) erhalten hat, muss er diese der auszahlenden Stelle (Einrichtung, Rechtsträger, Bund) ersetzen, soweit sie nicht im guten Glauben empfangen worden sind. Wenn keine Hereinbringung durch Abzüge möglich ist, muss der Zivildienstpflichtige die Übergenüsse ersetzen.

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Nebenbeschäftigung oder Studium neben dem Zivildienst

Es ist für Zivildienstleistende zulässig, in der dienstfreien Zeit zu studieren oder eine Nebenbeschäftigung (zum Beispiel geringfügige Beschäftigung) auszuüben. Allerdings darf die Zivildienstleistung dadurch in keiner Weise beeinträchtigt werden. Die Nebenbeschäftigung oder das Studium dürfen nur in der dienstfreien Zeit ausgeübt werden. Die Interessen des Zivildienstes müssen gewahrt bleiben. Steuerrechtliche Fragen zu Bezügen aus einer weiteren Beschäftigung muss der Zivildienstleistende selbst mit dem Finanzamt klären.

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