Zivildiener des Jahres, Preisverleihung vom 5. Oktober 2020

Zivildiener des Jahres, Preisverleihung im Oktober 2020 in Wien
Auszeichnung der Zivildiener des Jahres 2019, Foto: BMLRT / Christian Lendl

Der Bundessieger

Im Rahmen der Preisverleihung im Museum für angewandte Kunst in Wien wurde am 5. Oktober 2020 der junge Tiroler Sebastian Weyrer, der seinen Zivildienst im Heim St. Vinzenz der Barmherzigen Schwestern Innsbruck leistete, zum Bundessieger gewählt.

Die Begründung für die Jury-Entscheidung

Sebastian Weyrer hat während seines gesamten Zivildienstes im Heim St. Vinzenz der Barmherzigen Schwestern Innsbruck ein unerschöpfliches Maß an Geduld, Empathie und Wertschätzung an den Tag gelegt. Er war stets bemüht, den ihm anvertrauten Personen ein höheres Maß an Selbständigkeit zu ermöglichen und sie mit Kreativität zu Aktivitäten im Wohnheim zu motivieren. Dabei hat er mehr als ‚nur‘ seine Arbeit gemacht. Er hat sich den Menschen voll und ganz gewidmet und ist auf sie eingegangen.

Die Landessieger

Burgenland: Philip Lorenz war in der Dienststelle "Gesundheitsforum Burgenland Wohnhaus & Betreutes Wohnen" zur Unterstützung von Klienten und Betreuern eingesetzt. Vor allem sein respektvoller und empathischer Umgang mit den Bewohnerinnen und Bewohnern hat ihn ausgezeichnet. 

Kärnten: Julian Brandstätter war in der Dienststelle "Altenwohn- und Pflegeheim Haus Gmünd" unter anderem im Bereich Reinigung und auch in der körperlich anstrengenden Zentralwäscherei tätig. Er hat "sein Bestes und noch mehr gegeben" - mit Humor und Tatendrang.  

Niederösterreich: Lukas Fahrngruber-Biernbaum wurde im Rahmen seiner Dienststelle "Amt der  Landesregierung, Gruppe Land- und Forstwirtschaft, Abt. Landwirtschaftsförderung" einem landwirtschaftlichen Betrieb zugeteilt. Mit seiner besonnen und verlässlichen Art wurde er schon nach kurzer Zeit zum Ruhepol der vom Schicksal schwer getroffenen Familie. 

Niederösterreich: Jonathan Zeilerbauer war in der Dienststelle "Pflegewohnhaus Casa Kirchberg/Rabenstein, Casa Leben im Alter GmbH" in der Seniorenbetreuung eingesetzt. Mit großem Engagement bereicherte er den Bewohnern den Alltag. Privat in der Blasmusik tätig, scheute er sich auch nicht davor, die Trompete in der Casa auszupacken und aufzuspielen. 

Oberösterreich: Bernhard Hirsch war in der Dienststelle "Pfarrcaritaskindergarten Ried in der Riedmark" tätig. Er hat auch seine Fähigkeiten als Tischler eingesetzt und mit den Kindern gemeinsam eine "Gatschküche" im Garten gebaut. 

Salzburg: Lukas Wechselberger war der Dienststelle "Seniorenwohnhaus Liefering" im Bereich Pflege und Seniorenhilfe zugewiesen. Durch sein hohes Maß an sozialer Kompetenz und seine fröhliche, offene Art haben ihn Bewohner und Betreuer schnell ins Herz geschlossen. 

Steiermark: Matthias Legat hat in der Dienststelle "Lebenshilfe Hartberg – Wohnhaus 2 Neudau" unter anderem mit Hilfsdiensten, Botengängen und Besorgungen unterstützt. Mit kreativen Freizeitideen oder auch DJ-Künsten hat er den Alltag der Bewohner verschönert.  

Tirol: Sebastian Weyrer war in der Dienststelle "Heim St. Vinzenz der Barmherzigen Schwestern Innsbruck" tätig. Mit "unerschöpflicher Geduld, Einfühlungsvermögen und Besonnenheit" hat er den Bewohnern das größtmögliche Maß an Selbstständigkeit ermöglicht. Er ging auf jeden einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner ein, kannte innerhalb kürzester Zeit ihre Gewohnheiten und Vorlieben.  

Vorarlberg: Jonathan Denz half in der Dienststelle "Lebenshilfe Vorarlberg - Wohnhaus Hard" bei der Betreuung von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf wie auch bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Sein fast "magisches Gespür" für die Menschen hat ihn ausgezeichnet. 

Wien: Güney Kocamis war in der Dienststelle "Obdach Wurlitzergasse" tätig. Er hat so viel organisatorisches Talent, wie auch Empathie und Souveränität im Umgang mit den Nutzern gezeigt, wie es die Einrichtung noch nie so ausgeprägt bei einem ihrer Zivildiener erlebt hat.

Fotos Preisverleihung Zivildiener des Jahres